Inhaltsangabe

Wenn das  so einfach wär

Mark, der Sohn von Thomas Wegener, dem hoch angesehen Prediger einer pietistischen Gemeinschaft und gerade dabei, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, trifft in einem christlichen Jugendkreis in Stuttgart auf Karla. Karla ist von Beruf Krankenschwester und Tochter aus gutbürgerlichem, liberal evangelischem Haus. Die beiden verlieben sich ineinander und möchten so bald wie  möglich heiraten.

Ihre Familien sind alles andere als begeistert über diese Verbindung.
Die einen sehen ihre Tochter in den Fängen eines mittellosen Sektenführers, die anderen wünschen sich eine Schwiegertochter aus den eigenen Kreisen.

Mark und Karla setzen sich dennoch über alle Vorurteile und Vorbehalte ihrer Eltern weg. Leider müssen sie feststellen, dass deren Argumente zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen sind, denn das Eheleben gestaltet sich von Anfang an schwierig.
Mark versucht den Spagat zwischen Berufung und Ehemann und scheitert kläglich. Karla kämpft um die Anerkennung als Predigerfrau und bleibt doch gefühlsmäßig ein Fremdkörper in einer ihr unbekannten Welt.

Alles spitzt sich zu, als Karla das lang ersehnte erste Kind erwartet, die Schwangerschaft aber vom Tod ihrer geliebten Oma überschattet wird und Komplikationen während der Geburt auftreten, die zu einer sekundären Sterilität führen. Karla reagiert mit neurotischem Verhalten, Mark flüchtet mehr und mehr in seine Arbeit. Schließlich eskaliert die Situation an der Taufe des kleinen Sohnes Felix, als Karla ihren Mann bei einem Kuss mit seiner Jugendliebe erwischt.

Es beginnt für beide ein langer Weg der Heilung, bei dem sie sich den Fragen stellen müssen: Wenn wir Jesus haben, warum fühlen wir uns trotzdem so allein? Wenn Jesus verspricht, unsere Last zu tragen, warum raubt uns die Gemeindearbeit jede Energie?
„Jesus, du wirfst unsere Schuld so weit weg, so weit es ist von Ost nach West“, heißt es in einem Lied, das Mark über die Zeit seiner Krise begleitet. Und auch wenn am Ende nicht alle Fragen geklärt und alle Probleme beseitigt sind, können Karla und Mark endlich begreifen, was dieses Lied ihnen sagen will.

Egal, wie weit es ist, Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz jede Distanz besiegt. Er hat uns erlöst, von unserer Schuld, der begangenen und der zukünftigen und damit die Voraussetzung für ein Leben in der Freiheit seiner Liebe geschaffen.

In dieser Gewissheit findet die kleine Familie den Mut, an einem anderen Ort einen Neuanfang zu wagen.